Die Lago Maggiore-Morde

Seit einigen Jahren ziehe ich mich, wann immer ich die Möglichkeit habe, zum Schreiben nach Locarno zurück.

Wer jetzt denkt: Tessin, romantisches Rustico auf einer Alpweide oder Patrizierhaus mit Sicht auf die Piazza Grande, liegt völlig falsch.

Locarno besteht auch aus einer Neustadt mit Hochhäusern und in einem von denen habe ich mich in luftiger Höhe eingerichtet. Zufälligerweise im gleichen Haus wie Simone Falchetto, eine Verdächtige im Mordfall Leutenegger. In der Nähe dieses Hochhauses befindet sich eine Physiotherapie, in der ich mich behandeln liess. Sie gleicht auffällig der in den Lago Maggiore-Morde beschriebenen Physiotherapie, aber auch das ist reiner Zufall.

Als ich die Physiotherapie als Schauplatz eines Mordes ausgewählt hatte, musste ich mich entscheiden, wer in diesem Fall ermitteln würde. Also bestimmt kein älterer Mann mit Depressionen und einem Alkoholproblem. Da erschien Commissaria Casanova auf der Bildfläche.

Commissaria Casanova ermittelt natürlich nicht allein. Sie wird durch Marta Ravelli unterstützt, die im ersten Band noch Polizistin, zur Ispettrice aufgestiegen ist.

Ausserdem ist Marta jetzt mit Davide Lombardi zusammen, dem Physiotherapeuten, der das erste Mordopfer angetroffen hat.

Auch familiär hat sich für die Commissaria einiges verändert. Ihre Partnerin Julia hat eine Tochter bekommen. Die Commissaria muss sich an die Mutterrolle gewöhnen.

Was auch noch anders ist im 2. Band: Nicht nur eine Person kommt zu Tode, sondern sechs. Man könnte sagen, die Leute sterben wie die Fliegen, aber nicht alle eines gewaltsamen Todes.

Ausserdem wird der dramatische Tod im Kamelienpark aufgeklärt, nicht jedoch der Fall Leutenegger. Hier müssen sich die Leser/innen noch ein wenig gedulden und ich muss auf den 3. Band vertrösten, was das angeht. Aber die gute Nachricht: Er ist in Arbeit!

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